{"id":4347,"date":"2024-11-07T07:13:59","date_gmt":"2024-11-07T06:13:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.neuebauhaeusler.com\/?p=4347"},"modified":"2024-11-07T13:27:38","modified_gmt":"2024-11-07T12:27:38","slug":"60-jahre-halle-neustadt-die-etom-konferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.neuebauhaeusler.com\/en\/60-jahre-halle-neustadt-die-etom-konferenz\/","title":{"rendered":"60 Jahre of Halle-Neustadt \u2013 The ETOM Conference"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwei Tage war Halle (Saale) Schauplatz eines internationalen Austauschs. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 14. und 15. Oktober 2024 fand im Lichthaus die Konferenz &#8220;Modern Housing Postwar \u2013 Cities of Tomorrow?&#8221; statt, organsiert im Rahmen des New European Bauhaus (NEB) und als ETOM NEB-Lab Meilensteinkonferenz. Mit Blick auf das diesj\u00e4hrige Jubil\u00e4um \u201e60 Jahre Halle-Neustadt\u201c standen transeurop\u00e4ische Erkenntnisse und Ans\u00e4tze zu den Entwicklungen und Perspektiven der Transformation des St\u00e4dtebaus und der Gro\u00dfsiedlungen der Nachkriegsmoderne im Mittelpunkt des Treffens. Dabei schaute man insbesondere nach Mittel- und Osteuropa mit besonderem Fokus auf den deutsch-polnischen Dialog.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Konferenztag startete mit einem Keynote-Panel, er\u00f6ffnet von der deutschen Bundesministerin f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Klara Geywitz. Die Beitr\u00e4ge der Referent*innen und Fachleute drehten sich um zentrale Fragen der st\u00e4dtischen Transformation und die Bedeutung gemeinschaftlicher Planungsprozesse, darunter SALEG-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Mario Kremling. Er verwies auf die Bedeutung der Nachkriegsmoderne und Gro\u00dfsiedlungen wie Halle-Neustadt. In den 1960er-Jahren f\u00fcr 100.000 Menschen geplant und gebaut, verk\u00f6rpere die einstige sozialistische Modellstadt nicht nur st\u00e4dtebauliches Erbe, sondern habe das Potenzial, nach den Kriterien des Neuen Europ\u00e4ischen Bauhauses \u2013 nachhaltig, \u00e4sthetisch und gemeinschaftlich \u2013 zukunftsf\u00e4hig weiterentwickelt zu werden. Beispielhaft f\u00fcr erfolgreiche Transformationen durch partizipative Prozesse st\u00fcnden Projekte in Gro\u00dfwohnsiedlungen wie Halle-Silberh\u00f6he oder Wittenberg-West. Stadtteilerneuerung gel\u00e4nge genau dort, wo Bewohner*innen aktiv mitwirkten und ein Gemeinschaftsgef\u00fchl entst\u00fcnde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt \u201eGemeinschaftsamt\u201c kn\u00fcpft genau an diese Aufforderung an: Bei der angebotenen Exkursion nach Halle-Neustadt berichtet Herr Ulrich M\u00f6bius \u00fcber den Ansatz, im gemeinsamen Wirken von Stadtverwaltung und Bewohner*innen die ehemaligen Geb\u00e4ude Stasi-Zentrale und Finanzamt am Rande der Neustadt zu einem Ort des kreativen Arbeitens und Lebens werden zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zweite Konferenztag thematisierte im Abschnitt \u201eContemporary | Domains of Activism\u201c das Potenzial von zivilgesellschaftlichem Engagement bei der Transformation urbaner R\u00e4ume. Projekte aus Warschau, Bukarest und Tirana zeigten anhand konkreter Beispiele, wie geb\u00fcndeltes zivilgesellschaftliches Potenzial eine Stadtentwicklung von unten f\u00f6rdern kann. Diese Diskussionen m\u00fcndeten in die abschlie\u00dfende Sektion \u201eAgencies of Tomorrow\u201c, die den Bogen zur Zukunft schlug: Wie k\u00f6nnen wir aus den Erfahrungen der Nachkriegsmoderne nachhaltige L\u00f6sungen f\u00fcr die Herausforderungen von morgen entwickeln? Hier zeigte insbesondere die litauische Architektin Ruta Leitanaite anhand einer vergleichenden Studie, wie wichtig ebenso eine kritische Auseinandersetzung und Haltung mit jenem Nachkriegserbe ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr das NEB_NETZWERKB\u00dcRO hat auf der Konferenz in Halle die Gelegenheit genutzt, sich als Netzwerkpartner zu pr\u00e4sentieren und \u00fcber die Landesinitiative #NeueBauh\u00e4usler zu informieren, und internationale Kontakte zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ETOM&nbsp;ist ein Europ\u00e4isches Triennale-Projekt der Moderne (European&nbsp;Triennial&nbsp;of&nbsp;Modernism = ETOM)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0db244af227deec2bc9353bd8efe94fc wp-block-paragraph\" style=\"background-color:#ececec\"><strong>Weitere Informationen:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.triennale-der-moderne.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.triennale-der-moderne.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">ZUSAMMEN! TOGETHER!<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Von einem neuen Sinn der Gemeinschaftlichkeit<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dr. Mario Kremling, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft mbH SALEG und des Kompetenzzentrum Stadtumbau<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Statement zur ETOM-Konferenz \u201cModern Housing Postwar \u2013 Cities of Tomorrow?&#8221; am 14.\/15. <\/em><em>Oktober 2024 in Halle (Saale)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201e[\u2026] Die Siedlungen der st\u00e4dtebaulichen Moderne sind ein Spiegel gesellschaftlicher Herausforderungen, die zentrale: der gesellschaftliche Zusammenhalt. Diese Aufgabe gilt hier in besonderem Ma\u00dfe und in besonderer Auspr\u00e4gung. Denn: Zum einen leben wir heute in einer Gesellschaft, in der jede Person in ihrer Initiative, Selbstverantwortung und kreativen Beteiligung f\u00fcr die Mitgestaltung von Gemeinschaft wertvoll und gefragt ist. Zum anderen fehlt es gerade in den Gro\u00dfwohnsiedlungen aus vielschichtigen Gr\u00fcnden an Enthusiasmus, den es f\u00fcr die Selbstaktivierung und das Selbstwirksamwerden im unmittelbaren Wohnumfeld braucht. Auch das ist ein Spiegel sozio-\u00f6konomischer Problemlagen im Land. Deswegen geh\u00f6rt eine Unterst\u00fctzung jener Prozesse unbedingt auf eine politische, eine gesamtgesellschaftliche Agenda, die Gemeinschaft f\u00f6rdert und eine <strong>Stadtteilentwicklung von unten<\/strong> in die Wege leitet. [\u2026] Es sind komplexe und kreative L\u00f6sungen gefragt, die gen\u00fcgend Freiraum und Freiheit zur M\u00f6glichkeit von Selbstgestaltung und Selbstwirksamkeit zulassen. Nur so kann eine aktivierende Einbindung der Bewohnerschaft gelingen. [\u2026] <strong>Wenn<\/strong> es denn unser gemeinsames Ziel ist und bleibt, dass sich aus den Siedlungen, die aus einer ganz anderen Vision geboren wurden, lebendige, anpassungsf\u00e4hige und resiliente Quartiere entwickeln, braucht es genau diese Aktivierung von Ortsaneignungsprozessen. Ihnen gilt daher im Land Sachsen-Anhalt ein besonderes Interesse. F\u00fcr alle drei Ziele des NEB bestehen gute Chancen auf Verwirklichung in den Siedlungen der st\u00e4dtebaulichen Moderne. Lassen Sie uns \u00fcber die Wege dorthin streiten! #NeueBauh\u00e4usler [\u2026]\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.neuebauhaeusler.com\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/ETOM-statement-DrKremling.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Den ganzen Beitrag lesen Sie hier (PDF)<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. und 15. 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