Aktionswerkstatt in Lutherstadt Eisleben: Stadtpark – Gemeinsam die grüne Oase neu entdecken!

Aktionswerkstatt in Lutherstadt Eisleben

Mit einer Aktionswerkstatt am 17. April 2026 haben die Verbundpartner des NEB_PROJEKTS „Bürger- und Energiepark“ – die Lutherstadt Eisleben und die Hochschule Anhalt – den Stadtpark mit Bürgerinnen und Bürgern erkundet. Der in die Jahre gekommene, aber als Gartendenkmal geschützte Stadtpark soll behutsam aufgewertet, teils neu gestaltet und so zu einem attraktiven, lebenswerten Park für alle werden. Deshalb ist die Bürgerschaft gefragt. Erste Studierenden-Entwürfe waren im Dezember 2025 Grundlage für eine Umfrage. Jetzt wurden die Eisleberinnen und Eisleber zum konkreten Mitmachen gebeten. An vier Stationen im Park kam man dazu bei herrlichem Frühlingswetter miteinander ins Gespräch, konnte auf Entdeckertour gehen, gärtnern oder an einem Stadtpark-Modell unterschiedliche Perspektiven erkunden. Rund 50 Begeisterte fanden sich dafür ein und waren sich am Ende einig: Der Blick auf den Park hat sich schon jetzt verändert!

Gemeinsam kann alles ganz einfach sein. Mittels kleiner Schaufeln und einer große Portion Enthusiasmus fanden an diesem frühlingshaften Freitag rund 200 zarte Schachbrettblumen sowie rund 200 Zwiebeln der Wilden Gladiole am Fuße des Scherbelbergs ein neues Zuhause. Während die Schachbrettblume jetzt dezent und zurückhaltend ihre matt-rosa Farbe in die Landschaft zaubert, wird die kräftig violette Gladiole vielleicht schon in diesem Sommer ihre Pracht entfalten. Das ist die Idee von Professorin der Landschaftsarchitektur Nicole Uhrig und ihren Studierenden im internationalen Masterstudiengang der Hochschule Anhalt. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern freuten sie sich über die gelungene Aktion: „Der Tag fühlte sich an wie ein Festival!“

Dabei war die Pflanzaktion an Station 2 nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten aktiv mitzuwirken. Schon Station 1 lud zu einem Mehr im konkreten Mitdenken in drei Kategorien zu fünf Themen ein. Das war schon herausfordernder. Zu „Planungshintergrund“ mit verbindlichen Gesetzen, Richtlinien, Zielen und Empfehlungen, den „Bürgerperspektiven“ mit Auszügen aus den vorliegenden Umfrageergebnissen sowie den „Gestaltungsideen“ aus den Entwürfen der Studierenden waren fünf Themen zur Diskussion gestellt: Denkmalschutz, Regenwassermanagement, Biodiversität, Barrierefreiheit und Nutzungsqualität. Hier war die persönliche Meinung zur gegenwärtigen Wahrnehmung, den Visionen und Wünschen sowie Gestaltungsideen gefragt. Station 3 schickte die Teilnehmenden mit der Handykamera durch den Park auf der Suche nach den Lieblings- sowie den Unorten. Anhand der Fotos, per QR-Code eingescannt, ausgedruckt und an Wäscheleinen aufgehängt, konnte jeder die Sicht Anderer kennenlernen und diskutieren. Ein Geländemodell des Parks war der Star an Station 4. Die vorhandenen Denkmale wie etwa das „Tor der Mahnung“ waren hier markant eingefügt. So konnte man aus verschiedenen Perspektiven Sichtbeziehungen prüfen und schauen, wie sich geplante neue Elemente wie beispielsweise die gewünschte Bühne einpassen würden. Für viele eine spannende Erfahrung.

Das Fazit: Neues Europäisches Bauhaus (NEB) zum Anfassen und ein Tag, an dem GEMEINSAM über das neue SCHÖN des Stadtparks nachgedacht wurde und NACHHALTIG schon erste Pflänzchen gesetzt wurden.

Die Ergebnisse der Aktionswerkstatt dienen nunmehr der Vorbereitung der Projektübergabe an das zu beauftragende Landschaftsarchitekturbüro.