„Nicht im stillen Kämmerlein, sondern unter Einbeziehung aller über die Zukunft der Saline nachdenken!“ So lautete der Aufruf des offiziellen Auftakts zum NEB_PROJEKT „SALTSA – Zwischen Tradition und Transformation: kooperatives Konzept für die Saline: Stadt, Salz und Saale verbinden“ am 30. April 2026 in Halle (Saale). Und er wurde getragen: von jenen, die schon lange mit der Saline verbunden sind, und allen, die im heute aktiv an der weiteren Zukunft des Salineareals mitarbeiten wollen. Die Resonanz jedenfalls war groß: Rund 80 Interessierte hatten den Weg in die bereits sanierte Großsiedehalle Nord gefunden, um den Start des öffentlichen Beteiligungsprozesses zum NEB_PROJEKT nicht zu verpassen und dabei zu sein, wenn nach den NEB_KRITERIEN „SCHÖN. NACHHALTIG. GEMEINSAM.“ auch ihre Stimme bei der Suche nach Perspektiven für die bislang noch ungenutzten Bereiche des denkmalgeschützten Saline-Ensembles in Halle (Saale) gehört werden soll. Im Rahmen von NEB_ONTOUR begleitete das NEB_NETZWERKBÜRO den Auftakt und hatte gemeinsam mit den im Projekt verbundenen Partnern – science2public e. V. und der Halle (Saale) – zu dem Austausch eingeladen.
Die zukünftige Entwicklung der halleschen Saline, darin waren sich alle einig, lebt vom Engagement der Stadtgesellschaft. Der Kick-off war die Chance zum Kennenlernen, zum Mitdenken und zum Mitgestalten. Auch Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt war gekommen. Er erinnerte in seinem Grußwort, wie eng die historische Entwicklung Halles mit der Saline verbunden sei und als städtebaulich einzigartiger Ort eine Brücke schlage zwischen Tradition und Transformation, zwischen Altstadt und Neustadt – und zwischen dem, was war, und dem, was werden könne.
Interessiert folgten im Anschluss die Gäste der Vorstellung des NEB_PROJEKTs „SALTSA“, vorgetragen von Olaf Nachtwey und Maike Fraas vom SALTSA-Team. Für sie ist die Saline „das gefühlte kulturelle Zentrum der Stadt“, die europäische Förderung des Projekts „Glück und Freude zugleich“ und die jetzt ermöglichte kooperative Weiterentwicklung des Areals in mehrfacher Hinsicht ein Gewinn: die historische Saline bleibt erhalten, ein Ort der Industriekultur findet zukunftsfähige Nutzung und ein wichtiges Ankerzentrum mit hoher Aufenthaltsqualität kann entstehen. Man habe eine Konzeptwerkstatt gegründet, in der sich alle Beteiligten, die eng mit dem Ort verwurzelt sind, regelmäßig treffen werden. Mit dabei für die Saline unentbehrliche Partner: etwa die Salzwirker-Brüderschaft, das SalineTechnikum, der Hanseverein sowie – die interessierte Zivilgesellschaft! Vorgestellt wurde auch der ambitionierte Zeitplan mit Zwischenpräsentation im April 2027 und Zieleinlauf mit Endpräsentation im Juli 2027. Dazwischen wird es spannende Beteiligungsformate geben: etwa eine monatliche „Tafelrunde“ und drei „Minifestivals“, zu der jedermann und jedefrau eingeladen sind. Zudem wurde die Idee einer Podcast-Reihe vorgestellt.
Mit Informationen aus der „Denkwerkstatt“ der am Projekt Beteiligten am selben Tag sowie einem „NEB_TALK“ war der Austausch eröffnet. Von Erfahrungen aus dem größten sachsen-anhaltischen NEB_PROJEKT, dem Reallabor ZEKIWA Zeitz (RZZ), wurde ebenso berichtet wie vom halleschen „Gemeinschaftsamt“. Learnings, wie etwa zur Gestaltung der Zusammenarbeit innerhalb großer Projekte mit mehreren Beteiligten oder zu möglichen Träger- und Betreiberstrukturen, wurden vermittelt. Katrin Kanus-Sieber, Leiterin des NEB_NETZWERKBÜROs, unterstrich die Bedeutung der NEB_KRITERIEN und ARBEITSWEISEN, die auch hier bei der Weiterentwicklung der Saline im Mittelpunkt stünden. Und nach genau denen wurden die Gäste im Anschluss befragt. Mitmach-Stationen forderten zum Nachdenken über SCHÖN. NACHHALTIG. und GEMEINSAM. auf, eine ganze Wand stellte „Fragen an die Saline“. So war der Beteiligungsprozess eröffnet und klang ein NEB_ONTOUR an einem sonnigen Tag in Halle in bester Stimmung aus. Fazit: Gelungener Auftakt und Aufbruch. Beim Netzwerken, Gelände erkunden und ersten Ideen austauschen. NEB pur: GEMEINSAM an der Entwicklung eines einzigartigen Ortes im Herzen der Saalestadt arbeiten.
Impressionen
















Fotos: TRANSMEDIAL



