4. Aktionswerkstatt zum „Bürger- und Energiepark Lutherstadt Eisleben“
Unter dem Motto „Stadtpark – Ein Park für Alle. Eine Bühne für Alle!“ luden am 2. Juli 2026 die Verbundpartner des NEB_PROJEKTS „Bürger- und Energiepark Eisleben“ zu einer 4. Aktionswerkstatt – und feierten gemeinsam mit der Stadtgesellschaft den Erfolg eines beispielhaften Beteiligungsprozesses. In den vorangegangenen Werkstätten hatte man unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Anhalt konzertiert und konzentriert Ideen und Wünsche zusammentragen sowie anhand studentischer Entwürfe konkret diskutieren können. Die vorliegenden Ergebnisse sind nun beste Grundlage für die Planung durch die beauftragten Landschaftsarchitekten. Der Staffelstab ist übergeben.
Die größte Überraschung wartete gleich auf der Wiese vis-à-vis des Stadtparkeingangs am Tor der Mahnung: Eine mobile Bühne war aufgebaut, die über Projektmittel angeschafft und damit einem lang gehegten Wunsch von Stadt und Bürgerschaft entsprochen werden konnte. Denn: Zu früheren Zeiten gab es genau dort eine Freilichtbühne und vielerlei Programm. Diese Tradition wieder aufleben lassen, dafür bot die 4. Aktionswerkstatt besten Rahmen zwischen einer Tanzaufführung der Dance Devils aus Polleben und fantastischem Poetry Slam, vorgetragen von Schülern.
Davor, danach und dazwischen stand jedoch der als Gartendenkmal geschützte, aber in die Jahre gekommene Stadtpark im Mittelpunkt. Er soll – so das Ziel – behutsam aufgewertet, teils neugestaltet und so zu einem attraktiven, lebenswerten Park für alle werden. Im selben Zuge aber sind drängende Fragen von Klimaresilienz und Wassermanagement zu lösen, ist langfristig der Park dem Klimawandel anzupassen. Ein dickes Brett.
Die Bedeutung des Parks für die Stadt sowie dessen notwendige Weiterentwicklung unterstrich so auch Bürgermeister Carsten Staub in seiner Begrüßung. Fachbereichsleiter Sven Kassik blickte auf die drei vorangegangenen Aktionswerkstätten zurück. Diese Angebote hätten es möglich gemacht, intensiv miteinander ins Gespräch zu kommen und die inhaltlichen Schwerpunkte zukünftiger Planung weiterzuentwickeln: darunter die Stärkung der Pflanzenökologie, Maßnahmen zur Klimaresilienz, ein verbessertes Wassermanagement am Hühnschen Born sowie neue Spiel- und Aufenthaltsangebote. Hochschulprofessor Trevor Sears war es wichtig zu betonen, wie sehr die die bisherigen Bürgerbeteiligungen die Akzeptanz der geplanten Umgestaltung stützen werden.
Mit dem Abschluss der Projektphase übergibt die Hochschule nun alle erarbeiteten Ergebnisse gebündelt an das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Därr aus Halle (Saale). Matthias und Christoph Därr kennen den Stadtpark. Sie stellten auf einer Wiese ihre ersten konzeptionellen Überlegungen vor, kamen so mit den Werkstattteilnehmenden unkompliziert und nahbar in den Austausch und nahmen Anregungen und Wünsche auf, etwa der Erhalt von Ruhezonen, sichere Wege für den Fuß- und Radverkehr, ein Spielhaus mit Ausleihangeboten, eine Hundeauslauffläche oder die Wiederherstellung der Rodelbahn und der Treppenanlage. Mit Spannung werden die Ergebnisse erwartet. Auf in die Planung des „Bürger- und Energieparks Eisleben“!
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