Zur dritten Auflage ihres Netzwerktreffens „JTC trifft Region“ hatte am 10. Juni 2026 das Just Transition Center in die hallesche Saline geladen. Die sanierte Großsiedehalle Süd gab den passenden Rahmen für die mehr als 100 Teilnehmenden, die frische Impulse aus Forschung und Wissenschaft aufnahmen und die Gelegenheit für fachübergreifenden Austausch intensiv nutzten. Das sachsen-anhaltische NETZWERKBÜRO zum Neuen Europäischen Bauhaus (NEB) war auf dem Markt der Möglichkeiten vertreten und stieß auf große Resonanz: in Gesprächen über die NEB_INITIATIVE #NeueBauhäusler, ihre NEB_PROJEKTE und die WERTE: SCHÖN. NACHALTIG. GEMEINSAM.
JTC. Die drei Buchstaben stehen für das Just Transition Center, das sich unter dem Dach der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) mit sogenannten „Übermorgen-Fragen für einen gerechten, nachhaltigen und klimaneutralen Übergang“ in Transformationszeiten beschäftigt. Dafür braucht es – darin sind sich alle einig – das Zusammenspiel von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft. Und genau dafür hat das JTC das Format der Netzwerktreffen in den Regionen ins Leben gerufen. Es lädt regelmäßig Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein, von der interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeit für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung zu hören, zu staunen und gemeinsam in den Dialog zu treten: Raus aus der Blase!
Dass es dabei insbesondere um eine allgemeinverständliche Vermittlung von Forschungsergebnissen geht, unterstrich in seiner Begrüßung Prof. Dr. Jonathan Everts vom JTC-Vorstand. Und das veranschaulichte gleich der erste Projektvortragende: Dr. Torsten Hölscher vom Innovationsteam „Neue Materialien der Photovoltaik“ mit „Einen PV-Burger bitte!“ Mit dem Vergleich zwischen dem Aufbau eines Burgers und einer Solarzelle war er sich mühelos der Aufmerksamkeit seiner Zuhörenden rund um Neuigkeiten aus der Material- und Technologieforschung sicher.
Weitere Innnovationsteams trugen aus ihrer Arbeit vor, darunter zur „Entwicklung von Open Source in der Verwaltung“ vom Smart-City-Projekt der Stadt Halle (Saale), zum „ASGLA-Rechner – Digitale Familienrechtspflege für Sachsen-Anhalt“ sowie zu „Neuen Wegen des gesellschaftlichen Engagements in der Stadt – Verbunden bleiben in Zeiten des Wandels“. Hier beeindruckte insbesondere die Projektvorstellung von Hermine Bähr vom Innovationsteam „Strukturwandel & Partizipation“, die sich der Transformation als Alltagserfahrung im ländlichen Süden Sachsen-Anhalts widmet. Zwölf Frauen hat sie dafür interviewt, ihren Stimmen in einer Ausstellung Raum gegeben und so vielfältiges, vor allem ehrenamtliches Engagement in der Strukturwandelregion sichtbar gemacht.
Wenn sonst nach Konferenzen die Teilnehmenden nicht selten schnell auseinanderlaufen, war davon beim JTC-Netzwerktreffen an diesem Tag nichts zu spüren. Es begann im Anschluss ein reger, intensiver Austausch, dessen besten Rahmen der Markt der Möglichkeiten von rund 20 Ausstellenden bot. Darunter war auch das NEB_NETZWERKBÜRO mit Informationen über die vom europäischen Just Transition Fund (JTF) geförderten NEB_PROJEKTE sowie Publikationen, darunter die aktuelle FAZ-Beilage zu „100 Jahren Bauhaus“. Darin: das spannende Interview über die #NeuenBauhäusler mit Bauhausdirektorin Dr. Barabara Steiner und NEB_NETZWERKBÜRO-Leiterin Katrin Kanus-Sieber. Das Heft war sofort vergriffen.
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