Projektname:

Ein Ort für die Industriekultur – ein Ort für die Zukunft – Festival Osten

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Projektdetails:
Verbundpartner:
1. Verein Jugendclub 83 e. V., Steffie Hauck
2. Kulturpark e. V., Martin Naundorf, Judith Paletta
Art des Projekts:
Partizipatives Transformations- und Kulturprojekt
Grundstücksgröße: kein bauliches Projekt, sondern eine noch zu planende mobile Konstruktion
Projektlaufzeit: 2026 – 2027
Kontakt:
Ehemaliges Kino Bitterfeld-Wolfen
Freiherr-vom-Stein-Straße 1
06766
Bitterfeld-Wolfen
E-Mail:
jugendclub_83@gmx.de
kontakt@kultur-park.de

Projektbeschreibung

Bitterfeld-Wolfen ist ein Ort tiefgreifender Transformation. Als historisches Zentrum des mitteldeutschen Chemiedreiecks steht die Stadt beispielhaft für Aufstieg, Niedergang und ökologische Erneuerung einer Industrieregion. Wo einst Braunkohle, Chemieproduktion und Filmindustrie die Landschaft prägten, sind heute Seen, renaturierte Flächen und neue Perspektiven entstanden. Doch die Spuren der Industrie bleiben in der Landschaft ebenso wie in den Erinnerungen der Menschen sichtbar und prägen die Identität der Region. Das Projekt „Ein Ort für Industriekultur – ein Ort für Zukunft“ greift diese Geschichte auf und entwickelt einen neuen gemeinschaftlichen Raum für Austausch, Bildung und kulturelle Praxis.

Getragen wird das Projekt vom Kulturpark e. V. und dem Jugendclub 83 e. V. Während der Kulturpark e. V. seine kuratorische Erfahrung und sein regionales wie internationales Netzwerk aus Kunst, Wissenschaft und Kultur in die Entwicklung der Programme einbringt, eröffnet der Jugendclub 83 e. V. das Programm durch lokale Jugendarbeit für die aktive Beteiligung junger Menschen und weiterer Initiativen. Gemeinsam schaffen sie einen offenen Prozess, der unterschiedliche Generationen und Perspektiven miteinander verbindet.

So entsteht ein Ort, der die Vergangenheit sichtbar macht, auf die Gegenwart reflektiert und die Zukunft gemeinsam aushandelt. Der Ort wird so zu einem Modell für den Umgang mit postindustriellen Räumen und ihren kulturellen Potenzialen.

Projektziele

Planung und Umsetzung eines Pavillons in Gemeinschaftsarbeit

Ein Zusammenschluss bestehend aus dem Architekturbüro raumlaborberlin, dem Architektur- und Ausstellungsbüro lfm 2 und dem Baukollektiv la relève entwickeln gemeinsam mit Bürgern und Bürgerinnen aus Bitterfeld-Wolfen, jungen Menschen der Region und Studierenden naher Hochschulen einen mobilen Pavillon, der multifunktional als Versammlungs- und Austauschort, Werkstatt, Küche/Kantine, Ausstellungsraum und Informationspunkt nutzbar sein wird.

Osten Festival – Workshops, Diskussion, Kunst

Das erste Mal wird der mobile Pavillon während des Festival OSTEN im September 2026 genutzt. Der Pavillon soll hier als Ort für Gespräche, Arbeitsort und Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge und Erkundungen ins Gelände der Industrie- und Chemieregion dienen, die die Spuren der (Chemie-)Industrie künstlerisch aufsuchen und kulturell einordnen. Das Festival bezieht sich auch auf die Tradition des Bitterfelder Wegs, der einst Kunstschaffende und Arbeitende in der gemeinsamen Kunstproduktion verband. Gemeinsam mit ehemaligen Arbeitern und Arbeiterinnen und Bewohnenden aus Bitterfeld-Wolfen sowie Kunstschaffenden und Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen werden Workshops, Gesprächsrunden, Busfahrten und viele weitere Formate erarbeitet und durchgeführt.

Der Pavillon als Teil des neu eröffneten Kino Wolfen ab 2027

Im Frühjahr 2027 zieht der mobile Pavillon dann in den Garten des Wolfener Kinos, das anlässlich seines 70. Geburtstages als Ort der Zivilgesellschaft wiedereröffnet werden soll. Hier angekommen soll der Pavillon als dauerhafte Struktur am Kino Wolfen zur Durchführung von Veranstaltungs- und Begegnungsformaten seinen Platz finden.

Mit der Eröffnung des Kinos startet ebenfalls ein Filmprogramm, das in einem Bürger- und Bürgerinnen-Kuratorium diskutiert und kuratiert wird.

Bitterfelder Jugend involviert in Industriegeschichte und Stadtentwicklung

Durch die Arbeit des Jugendclub 83 e. V. sollen insbesondere auch Kinder und Jugendliche an das industriekulturelle Erbe und die ästhetische Dimension der durch die Industrie geprägten Bau- und Lebenskultur in Bitterfeld-Wolfen herangeführt werden und die Entwicklung der Stadt für die Zukunft mitgestalten. Dazu werden zunächst die Bedürfnisse der Jugendlichen an ihren Wohn- und Lebensorten erforscht. Mithilfe von Umfragen, Workshops und unterschiedlichen Aktionen von Graffitiworkshop bis Onlinebuilding wird die Ausgestaltung und Funktionsweise eines Gemeinschaftsraumes praktisch ermittelt und ausgearbeitet.

Projektimpressionen

Kriterien nach dem NEB_Kompass

Ambition II: verbinden
Das Projekt versteht Ästhetik als gemeinschaftlichen und prozesshaften Gestaltungsansatz, der sich in partizipativer künstlerischer Praxis, ortsspezifischen Formaten, co-kreativer Raumgestaltung und durch die bewusste Auseinandersetzung mit dem industriekulturellen Erbe entfaltet. Ziel ist es, neue Perspektiven auf Bitterfeld-Wolfen zu eröffnen, sinnlich erfahrbare Räume zu schaffen und Menschen unterschiedlicher Hintergründe aktiv in ästhetische Prozesse einzubinden. Ausgehend von einem partizipativen Ansatz arbeiten Künstler und Künstlerinnen gemeinsam mit lokalen Akteurinnen und Akteuren– darunter ehemalige Industriearbeitende, Kinder, Jugendliche und Initiativen – in langfristigen Projekten, die soziale, kulturelle und ökologische Themen verbinden und neue Sichtweisen auf die Region ermöglichen. Die Formate entwickeln sich dabei aus den jeweiligen Kontexten heraus und reichen von Nachtwanderungen über ehemalige Industrieflächen, Synchronschwimmen in der Goitzsche, lyrischen Fahrradtouren durch den Chemiepark bis hin zu Spaziergängen, Performances, Filmvorführungen oder Workshops an unterschiedlichen Orten des Stadtteils. Diese ästhetische Offenheit ermöglicht es, Inhalte und Zielgruppen passgenau miteinander zu verknüpfen und ungewöhnliche Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Begegnung und Wahrnehmung im Mittelpunkt stehen. Ergänzend dazu gestalten insbesondere Kinder und Jugendliche aktiv ihre Umwelt mit: In Werkstätten und Community-Art-Aktionen entstehen durch Methoden wie Moodboards, Upcycling-Projekte und iterative Designprozesse lebendige Räume, die Farben, Formen und Materialien bewusst einsetzen und die individuellen Perspektiven der Teilnehmenden sichtbar machen. Die typische Ästhetik des Stadtteils, etwa die Architektur der Plattenbauten, wird dabei nicht überformt, sondern als Teil des kulturellen Erbes bewusst einbezogen und neu interpretiert. Durch das Entwickeln von Prototypen, das Einholen von Feedback und die gemeinsame Weiterentwicklung entstehen funktionale, sinnlich ansprechende und identitätsstiftende Orte, die sowohl visuell als auch atmosphärisch wirken, positive Emotionen stärken und das Wohlbefinden fördern. Ästhetik wird als kollektive Praxis verstanden, die Gestaltung, Teilhabe und kulturelle Reflexion miteinander verbindet und die Vielfalt des Ortes erfahrbar macht. Das Projekt baut auf langjähriger lokaler Erfahrung beider Vereine auf: In den vergangenen Jahren beteiligten sich rund 20 regionale Vereine und Institutionen, während etwa 25 Netzwerkpartner mit dem Kulturpark e. V. zusammenarbeiten.
Ambition I: umfunktionieren
Wolfen-Nord steht exemplarisch für den tiefgreifenden Strukturwandel postindustrieller Regionen, der von Bevölkerungsrückgang, sozialem Umbruch und dem Verlust industrieller Identität geprägt ist. Das Projekt versteht Nachhaltigkeit dabei als vielschichtigen Ansatz, der ökologische, soziale und kulturelle Dimensionen miteinander verbindet und sich in fünf zentralen Handlungsfeldern entfaltet: Partizipation und soziale Einbindung, klimabewusstes Projektmanagement, ressourcenschonendes Kreislaufdenken, lokale Wertschöpfung sowie Energie- und Ernährungskonzepte. Ziel ist es, langfristige soziale Perspektiven zu schaffen und insbesondere junge Menschen aktiv in Transformationsprozesse einzubinden, während gleichzeitig an die erfolgreiche ökologische Erneuerung der Region Bitterfeld-Wolfen angeknüpft wird. Im Zentrum steht die aktive Einbindung von Kindern und Jugendlichen als Experten und Expertinnen ihrer Lebenswelt, die ihre Quartiere erkunden, Qualitäten und Defizite benennen und gemeinsam mit Fachakteuren und Fachakteurinnen nachhaltige Entwicklungsperspektiven erarbeiten. In Mit-Mach-Werkstätten und Community-Art-Formaten entstehen so konkrete Entwürfe für lebendige Räume, wobei konsequent umweltfreundliche, vorhandene, recycelte und wiederaufbereitete Materialien eingesetzt und durch Upcycling-Ansätze Abfall reduziert wird. Nachhaltigkeit wird dabei auch als gesellschaftlicher und politischer Prozess verstanden, der auf Empathie, Kreativität und Dialogfähigkeit basiert und darauf abzielt, die demokratische Mündigkeit junger Menschen zu stärken, indem sie als gleichberechtigte Partner und Partnerinnen in Planungsprozesse eingebunden werden. Parallel dazu setzt das Projekt Maßstäbe im klimaneutralen Projektmanagement durch eine umfassende CO₂-Reduktion, den Einsatz von Green IT, die Priorisierung klimafreundlicher Mobilität wie Bahn und Fahrrad sowie eine stark eingeschränkte Nutzung von Flugreisen. Ressourcen werden durch die Auswahl langlebiger, modularer und rückbaubarer Materialien, recyclingfähige Verpackungen, Abfallvermeidung und fachgerechte Entsorgung geschont, während bei allen Anschaffungen Umweltkriterien und Weiterverwertbarkeit berücksichtigt werden. Der Pavillon selbst spiegelt diese Prinzipien, da er aus recycelten und lokalen Materialien, mit Bezug zur Industriekultur, besteht, gemeinsam mit Anwohnenden gebaut wird, lokales Wissen einbindet und durch austauschbare sowie reparierbare Komponenten eine langfristige Nutzung ermöglicht. Ergänzt wird dies durch die Nutzung von Ökostrom, eine angestrebte autarke Energieversorgung durch Solarpanels sowie ein überwiegend vegetarisches und veganes Catering. So verbindet das Projekt ökologische Innovation mit sozialer Teilhabe und schafft eine nachhaltige Praxis, die Ressourcenbewusstsein, regionale Identität und zukunftsfähige Entwicklung miteinander verknüpft.
Ambition II: konsolidieren
Das Projekt setzt auf Inklusion durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, Vereinen und lokalen Initiativen, um möglichst alle Menschen der Region zu erreichen. Zu den Partnerinnen und Partnern gehören die Diakonie Wolfen, mit der der Kulturpark e. V. 2024 bereits Projekte realisierte, sowie zahlreiche Schulen in der Region, darunter die Förderschule Sonnenlandschule Wolfen. Des Weiteren besteht eine Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Wolfen, um gezielt geflüchtete Menschen zu erreichen, sowie der inklusiven Filmredaktion AugenBlicke des Medienprojekts Wuppertal, um Teilhabe für alle zu gestalten. Durch direkte Einbeziehung der jeweiligen Communities werden vielfältige Stimmen und Geschichten im Projekt hör- und erzählbar gemacht, zum Beispiel zu Vertrags- oder Zwangsarbeit sowie zum queeren Leben in der DDR. Das Programm ist breit gefächert und spricht unterschiedliche Zugänge an: nicht-akademisch und akademisch, Jung und Alt, deutschsprachig und international – alle sind willkommen. Dieser Ansatz versteht Vielfalt als Bereicherung und vermeidet es gleichzeitig, Gruppen explizit zu benennen, um eine neue Selbstverständlichkeit im gemeinschaftlichen Wirken zu etablieren. Besondere Anstrengungen richten sich darauf, dass sich verschiedene, teils marginalisierte Gruppen treffen und gemeinsam an Projekten arbeiten, um ein umfassenderes Bild von Gemeinschaft zu ermöglichen. Durch vielfältige Peer Groups wird Zusammenarbeit gefördert, Sichtbarkeit gestärkt, Verständnis vertieft und der Austausch zwischen Kulturen, Erfahrungen und Lebenswelten unterstützt. Regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungsmethoden stärken das Bewusstsein für Inklusion im Projektteam. Feedback-Schleifen helfen, Barrieren frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen. Das Projekt legt Wert auf Gleichheit, Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit, um allen Menschen faire Chancen zu sichern. Ziel ist eine willkommen-heißende, inklusive Umgebung, die Schutzräume bietet, Gleichberechtigung fördert und allen eine Stimme gibt.
Ambition II: mit-entwickeln
Das Projekt „Ein Ort für die Industriekultur – ein Ort für die Zukunft“ basiert auf einem konsequent partizipativen Ansatz. Die Entwicklung der Projektinhalte erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Menschen aus Bitterfeld-Wolfen. Kunst und Kultur fungieren dabei als gemeinsamer Arbeits- und Kommunikationsraum, in dem lokale Erfahrungen, internationale Perspektiven und künstlerische Praktiken zusammengeführt werden. Der Kulturpark e. V. knüpft an seine langjährig erprobte Methode der sozialen und künstlerischen Praxis an: Künstler und Künstlerinnen aus der Region und aus internationalen Kontexten arbeiten gemeinsam mit Menschen vor Ort an langfristigen Projekten. Auf diese Weise entstehen Dialoge zwischen unterschiedlichen Generationen, sozialen Hintergründen und Erfahrungswelten. Diese Form der aktiven Einbindung knüpft zugleich an die Tradition des Bitterfelder Wegs an, der kulturelle Produktion bewusst mit den Lebensrealitäten der Arbeitenden und Bewohnenden der Region verband. Daran anknüpfend bringt das Projekt Künstlern und Künstlerinnen und ehemalige Industriearbeitende erneut zusammen, um symbolisch „in Produktion zu gehen“ – diesmal im kulturellen und gesellschaftlichen Sinne. Ein Beispiel für diesen Ansatz ist das 2022 realisierte Projekt Werksorchester, bei dem Kinder und Jugendliche ehemaligen Industriearbeitenden ein Instrument beibrachten und gemeinsam mit dem Komponisten Ari Benjamin Meyers ein Konzertprogramm entwickelten. Solche Formate zeigen, wie künstlerische Zusammenarbeit lokale Erfahrungen und neue Begegnungen ermöglicht. Durch diese offene und vielschichtige Herangehensweise erreicht das Projekt unterschiedliche Zielgruppen – von jungen Menschen über intergenerationale Gruppen bis hin zu Perspektiven, die im kulturellen Diskurs häufig unterrepräsentiert sind. Partizipation wird dabei nicht nur als Methode verstanden, sondern als grundlegendes Prinzip für die langfristige Entwicklung eines gemeinsamen kulturellen Ortes.
Ambition III: global arbeiten
Ausgangspunkt ist die enge Zusammenarbeit mit bestehenden Akteuren und Akteurinnen in Bitterfeld-Wolfen. Der Ansatz des Kulturpark e. V. zielt darauf ab, vorhandene Initiativen sichtbar zu machen, zu stärken und miteinander zu vernetzen, anstatt neue Strukturen parallel zu bestehenden aufzubauen. In einer Stadt, in der öffentliche Orte der gesellschaftlichen Verständigung zunehmend verschwinden und institutionelle Handlungsspielräume schrumpfen, schafft das Projekt einen offenen Raum für Austausch, gemeinsames Erzählen und neue Kooperationen. Damit fungiert es als Schnittstelle zwischen lokalen Initiativen, kulturellen Institutionen, Wissenschaft, Wirtschaft und künstlerischer Praxis. Das ökologische, soziale und kulturelle Erbe der Industrie in Bitterfeld-Wolfen zeigt viele Parallelen mit anderen postindustriellen Orten auf der ganzen Welt. Aus diesem Grund arbeitet der Kulturpark e. V. seit Jahren mit Künstlerinnen aus der Ukraine, Argentinien, USA, Japan oder Belgien zusammen. Seit 2018 hat der Kulturpark e. V. ein breit gefächertes Netzwerk aufgebaut: von lokalen Partnern wie Schulen, sozialen Einrichtungen und Kulturinitiativen über regionale Institutionen wie Hochschulen und Theater bis hin zu bundesweiten und internationalen Kulturorganisationen, Festivals und Bildungseinrichtungen. Dieses Netzwerk ermöglicht neue künstlerische Formate, erweitert Zielgruppen und schafft Lernprozesse, in denen sich lokale Erfahrungen und globale Diskurse verbinden. Auf diese Weise entwickelt das Projekt ein Modell kultureller Stadtentwicklung, das lokal verankert ist, systemisch denkt und international anschlussfähig bleibt. Es verbindet Alltagswissen, künstlerische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung und schafft dadurch Räume, in denen neue Formen der Zusammenarbeit, Teilhabe und Zukunftsgestaltung entstehen können.
Ambition III: ‘über’ disziplinär
Der Prozess integriert nicht-akademische Partner und Partnerinnen, Vereine, Schulen, Stadtteilplanende, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunstschaffende in gemeinsame Gestaltungsformate. Jugendliche werden als Experten und Expertinnen ihrer Lebenswelt aktiv in die Entwicklung nachhaltiger, inklusiver und ästhetischer Stadträume einbezogen. Kreative Methoden wie Mit-Mach-Werkstätten, mobile Aktionsräume und Community-Art-Projekte verbinden formales Wissen aus Verwaltung, Bildung und Forschung mit informellem kulturellem und praktischem Wissen. Dabei entstehen öffentliche Lern- und Gestaltungsräume, in denen neue Narrative für den industriellen Wandel entwickelt werden. Exkursionen und thematische Spaziergänge zu chemischer Kultur und industriellem Erbe, etwa in Kooperation mit dem Just Transition Center der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg oder der Stiftung Bauhaus Dessau, vermitteln Wissen vor Ort und schaffen konkrete Anknüpfungspunkte für Transformation. Durch die gezielte Zusammenführung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure entstehen transdisziplinäre Formate, in denen beispielsweise Kunstschaffende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die lokale Wirtschaft gemeinsam Perspektiven austauschen und neue Projekte entwickeln. Das Projekt dient als übertragbares Modell für generationenübergreifende, partizipative und wirkungsorientierte Stadtentwicklung und demonstriert, wie transdisziplinäres Arbeiten lokale Partizipation, Wissensaustausch und kreative Stadtgestaltung miteinander verknüpft.
So funktioniert der
NEB-Kompass (PDF)

Durchführung

Verwendete Tools mit Darstellungen des Arbeitsprozesses

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