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Mehr InformationenIn ländlich geprägten Regionen wie Anhalt-Bitterfeld erreicht die traditionelle Berufsorientierung viele Jugendliche nicht mehr. Insbesondere zukunftsfeste Berufe in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Technik und Soziales werden oft nicht ausreichend attraktiv vermittelt.
Das Projekt setzt hier an und entwickelt niedrigschwellige, praxisnahe Angebote direkt vor Ort (Schulen, Jugendclubs, öffentliche Veranstaltungen), um Interesse für zukunftsorientierte Berufe zu wecken. Ziel ist es, Jugendliche ab der 7. Klasse für nachhaltige Berufswege in der Region zu begeistern und aktiv in die Gestaltung ihrer Zukunft einzubeziehen.
Das Projekt verknüpft die industriekulturelle Identität der Region Bitterfeld-Wolfen mit aktuellen Herausforderungen des Strukturwandels: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Fachkräftesicherung. Es verbindet das Wirken und Erbe der Bitterfelder Industriegeschickte mit ihrer Material- und Bildungsinnovation – im Sinne einer zukunftsweisenden Berufsorientierung.
Ziel ist es, Jugendlichen im Mitteldeutschen Revier (Region Landkreis Anhalt-Bitterfeld) eine erlebbare Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bieten.
Konkrete Projektziele sind:
Das Projekt gliedert sich in fünf ineinandergreifende Module, die gemeinsam ein praxisnahes, ästhetisch ansprechendes und partizipatives Bildungskonzept bilden – mobil, industriekulturell fundiert und methodisch vielfältig:
Zukunft braucht Neugier. Das Zukunftsmobil kommt direkt auf den Schulhof oder zum Stadtfest auf den Marktplatz. Mit VR-Brillen, Erlebnisstationen und Workshops werden hier nachhaltige Berufe aus der Region erkundet.
Zukunft braucht Gestaltung. In künstlerischen Workshops entstehen eigene Ideen: Berufsbilder, Objekte oder Zukunftsszenarien. Hier wird nicht nur über Zukunft geredet, sondern angefasst, geformt, gestaltet und präsentiert.
Zukunft braucht Vergangenheit. An industriekulturellen Orten in Anhalt-Bitterfeld treffen Jugendliche Zeitzeugen, die den Wandel selbst erlebt haben. Wer versteht, woher eine Region kommt, weiß besser, wohin sie gehen kann.
Zukunft braucht Substanz. Von der Bauxitmine bis zur Getränkedose: In der mobilen Mitmachausstellung „Aluminium: Von Bitterfeld in die Welt“ wird ein Werkstoff entdeckt, der uns ständig umgibt und bedeutendes Material der Zukunft ist.
Zukunft braucht uns alle. Das Abschlussfestival gehört den Jugendlichen, weil sie es selbst auf die Beine stellen können. Sie planen, gestalten und präsentieren, was sie wirklich interessiert. Was dabei entsteht, ist kein Schulprojekt, sondern ein Fest von Jugendlichen für Jugendliche für ihre Region.
Das Vorhaben zeigt modellhaft anhand von Innovationen in der Berufsbildung, wie das Erbe der Industriekultur und NEB_PRINZIPIEN zusammenwirken, sodass die Erkenntnisse auf andere Regionen übertragbar sind.
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