„Zukunft hat einen Klang in Sachsen-Anhalt!“ Mit einer Fanfare wurde am 9. April 2026 in der Bauhausstadt Dessau der „16. Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt“ im Beisein des Staatsministers und Ministers für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, eröffnet. Schauplatz war die wiederentdeckte „Kraftmaschinenhalle“ des Moderne-Architekten Peter Behrens, mit der sich die thematische Verflechtung vom industriellen Erbe zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus in Dessau“ und zur Landesinitiative „Sachsen-Anhalt – Gemeinsam für ein Neues Europäisches Bauhaus (NEB)“ zeigte: Drei Angewandte NEB_PROJEKTE mit Bezug zur Industriekultur erhielten aus den Händen des Ministers ihre Fördermittelbescheide. Das NEB_NETZWERKBÜRO, das #NeueBauhäusler in Sachsen-Anhalt berät und begleitet, war dabei auf NEB_ONTOUR INDUSTRIEKULTUR.
Welche spannenden Geschichten Industriekultur in Sachsen-Anhalt zu erzählen hat, offenbarte sich schon mit dem Veranstaltungsort. 1910 vom Pionier des modernen Industriedesigns Peter Behrens für die Weltausstellung in Brüssel als „Kraftmaschinenhalle“ konzipiert, holte sie seinerzeit der Unternehmer G. Polysius nach Dessau. Lange galt die Hallenkonstruktion als verschollen. Jetzt wiederentdeckt war sie am 9. April 2026 der Star des diesjährigen „Tages der Industriekultur“.
Rund 150 Gäste waren gekommen, um dem landesweiten Auftakt beizuwohnen und zugleich von der Bilanz der Arbeit des Kooperationsprojekts „Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt (NIK)“ seit seiner Gründung im September 2023 zu hören. Die überwiegend ehrenamtlich getragene Industriekultur hat im Kulturland Sachsen-Anhalt einen besonderen Stellenwert und an Bedeutung gewonnen. In seinem Grußwort würdigte Robra die lange Tradition Sachsen-Anhalts als innovativer Industriestandort: „Orte wie die Peter Behrens Kraftmaschinenhalle oder das Bauhaus Dessau stehen für eine enge Verknüpfung von wirtschaftlichem und kulturellem Fortschritt, der bis in unsere Gegenwart wirkt. Auch deswegen fördern wir den Erhalt und Pflege unseres industriekulturellen Erbes entschieden.“
Das war der Brückenschlag zur Landesinitiative „Sachsen-Anhalt – Gemeinsam für ein Neues Europäisches Bauhaus (NEB)“ und den NEB_PROJEKTEN wie dem von Werner Möller von der Stiftung Bauhaus Dessau vorgestellten „Reallabor ZEKIWA Zeitz (RZZ)“. Die Stiftung arbeitet hier als Verbundpartner an der Revitalisierung des Areals der einst größten Kinderwagenfabrik Europas unter den NEB_WERTEN: SCHÖN. NACHHALTIG. GEMEINSAM. „Ein NEB_PROJEKT par excellence“, wie es Katrin Kanus-Sieber, Leiterin des NEB_NETZWERKBÜROs, nannte. Das industrielle Erbe berge ein großes Potenzial für Entwicklungen in nachhaltiger, ästhetischer und inklusiver Weise, so wie jene Vorhaben mit Bezug zur Industriekultur, die an diesem Tag ihren Fördermittelbescheid überreicht bekamen: „Es sind mutige Pilotprojekte. Sie sind zukunftsweisend und übertragbar auf vergleichbare Herausforderungen an anderen Orten.“
Das bunte Gruppenbild am Ende des Treffens stand für eine gewachsene NEB_FAMILY mit ihren neuen Mitgliedern sowie eine lebendige Industriekultur in Sachsen-Anhalt. #NeueBauhäusler sind generationenverbindend engagiert, um industrielles Erbe zu Innovationsgeneratoren zu machen. Fördermittelbescheide mit insgesamt rund 3,2 Mio. € wurden ausgereicht an: die „Zukunftsschmiede Industriekultur: Jugend gestaltet Wandel“ mit den Verbundpartnern Bildungszentrum Wolfen-Bitterfeld e. V. und Forum Rathenau e. V., Bitterfeld-Wolfen, das Projekt „Ein Ort für die Industriekultur – ein Ort für die Zukunft, OSTEN Festival“ mit den Verbundpartnern Verein Jugendclub 83 e. V. und Kulturpark e. V., Bitterfeld-Wolfen, sowie „SALTSA – Zwischen Tradition und Transformation: kooperatives Entwicklungs- und Nutzungskonzept für die Saline: Stadt, Salz und Saale verbinden“ mit den Verbundpartnern Science2public e. V., Halle (Saale), und Stadt Halle (Saale).
Impressionen




















Fotos: TRANSMEDIAL



